Fachgruppe Gebäudereinigung


Kurzinterview zum Tarifabschluss

Wir haben mit dem Branchensekretär Ralf Noack zum Tarifabschluss gesprochen:
Was bedeutet der Abschluss für unsere Mitglieder?
Branchensekretär Noack erklärt-
Am Montag 4.12.17 wird durch Beschluss der Bundesfachguppe Glas- und Gebäudereinigung über die Annahme des Tarifergebnisses entschieden. Zustimmung wird von mir erwartet. Damit haben die Gewerkschaftsmitglieder Sicherheit die Lohnerhöhungen für sich beanspruchen zu können.
Und die "unorganisierten"?
Unorganisierte Beschäftigte sind da deutlich schlechter gestellt. Erst nach Annahme des Tarifergebnisses dann kann die Allgemeinverbindlichkeit (AVE) beantragt werden, das führt bei der „ Bearbeitungszeit“ die das AVE-Verfahren braucht zu einer mehrmonatigen „Wartezeit“. Die politische Situation nach der Bundestagswahl wird dies auch nicht beschleunigen. Der derzeitige Mindestlohn endet definitiv am 01.01.2018. Vor der AVE- Erklärung müssen die Arbeitgeber die Erhöhung an Nicht-Gewerkschaftsmitglieder nicht zahlen. Bei rückwirkender AVE müssten, diese Beschäftigten dann den Differenzlohn einfordern. Das wird aber eher nicht geschehen, denn Nicht-Mitglieder haben ja auch keinen gewerkschaftlichen Rechtschutz und müssten sich dann anderweitig vertreten lassen, Wer zahlt diese Kosten? Die Betreffenden können es oft nicht.
Was empfiehlst du denen?
Mitglied unserer Gewerkschaft werden muss natürlich niemand. Aber wer clever ist und rechnet, der macht‘s!

Tarifverhandlung 2017- wir waren in Essen dabei!

Für die Reinigungskräfte im Osten geht’s insbesondere um die Angleichung. Wie Ihr der Tarifinfo entnehmen könnt, verhandeln wir seit dem 16.05. 2017. Die Tarifauseinandersetzung spitzt sich zu. Dabei müssen wir mit Arbeitskampfmaßnahmen ab Januar 2018 rechnen.
Sie können Eure Solidarität und Unterstützung gut gebrauchen!
Die 5. Tarifverhandlungen finden am 17.10.2017 in Frankfurt/M. statt. Voraussichtlich die Letzte!

Vielen Dank für die Unterstützung.

Höherer tariflicher Mindestlohn für Gebäudereinigung gilt ab sofort

Frankfurt am Main, 01.03.2016
Seit heute gilt für alle Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk der tarifliche Mindestlohn. Darauf weist die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hin. Die Gewerkschaft hatte bereits Ende Oktober 2015 mit dem Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks für die rund 600 000 Beschäftigten der Branche einen Tarifvertrag abgeschlossen und beantragt, ihn für allgemeinverbindlich erklären zu lassen.
Die unterste Lohngruppe von im Westen 9,80 Euro die Stunde und im Osten von 8,70 Euro wurde nun vom Bundesarbeitsministerium für alle Beschäftigten im Bereich der Innenreinigung für verbindlich erklärt. „Ab sofort darf keine Reinigungskraft weniger verdienen“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Ulrike Laux. „Jeder sollte bei der Verdienstabrechnung genau hingucken, ob sich der Arbeitgeber an diese Lohnuntergrenze hält. Bezahlt er weniger, macht sich der Chef strafbar.“

Für den ebenfalls zur Gebäudereinigung zählenden Bereich der Glas- und Fassadenreinigung gilt auch ab heute ein zweiter - deutlich höherer - Mindestlohn 2. Dieser beträgt im Westen 12,98 Euro die Stunde und im Osten 11,10 Euro. Die Verordnung des Ministeriums umfasst auch diesen Bereich. Das heißt, wer Glasflächen oder Außenbauteile reinigt, darf nicht weniger als den Mindestlohn 2 erhalten, unabhängig davon, ob sein Arbeitgeber verbandsgebunden ist oder nicht.

Tarifrunde Gebäudereinigung 2015

Leipzig wird zur „Zentrale der Gebäudereinigung“

Geballte „Putz-Power“ in Leipzig: Mehr als 200 Gebäudereinigerinnen und Fensterputzer aus ganz Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen werden am kommenden Samstag (Hinweis für die Redaktion: 21. Februar) auf dem Campus der Leipziger Universität zusammenkommen. Unter dem Motto „Sauberkeit hat ihren Preis“ ist dies der bundesweite Tarifauftakt in der Gebäudereinigung: Um Punkt 11 Uhr fällt im Hörsaal 2 der Startschuss. Leipzig wird damit zur „Zentrale der Gebäudereinigung“. Anschließend folgt ein „Putz-Protestzug“ durch die Leipziger City. Das Startsignal für die Tarifrunde im Gebäudereiniger-Handwerk wird Verhandlungsführerin Ulrike Laux vom IG BAU-Bundesvorstand geben. Mit dabei auch: Sachsens DGB-Chefin Iris Kloppich.

Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft will mit dem „Reinigungsgipfel“ in Leipzig deutlich machen, dass die Beschäftigten der Branche eine „saubere Power“ mitbringen und entschlossen sind, für ihre Interessen Stärke zu demonstrieren. „Es wird ein ‚Wink mit dem Wischmop’. Die Reinigungskräfte wollen den Arbeitgebern klar machen, dass sie für ihre Arbeit ein sauberes Lohn-Plus fordern: 80 plus X Cent mehr pro Stunde. Und dass sie bereit sind, dafür in den kommenden Wochen auch zu kämpfen“, sagt Mirko Hawighorst.

Der stellvertretende Regionalleiter der IG BAU Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen macht im Vorfeld des mitteldeutschen „Reinigungsgipfels“ deutlich, dass es neben mehr Lohn „auch um den wachsenden Stress im Job und um faire Arbeit in der Gebäudereinigung geht“. Der befristeten Beschäftigung, also den „Jobs auf Zeit“, die in der Branche mittlerweile zur gängigen Praxis geworden sind, erteilt die IG BAU eine klare Absage: „Heute nicht zu wissen, ob man nach dem Sommer noch einen Arbeitsplatz und ein Einkommen hat, geht gar nicht. Mit einem Job auf Zeit kann niemand sein Leben vernünftig planen“, so Hawighorst.

Die Delegation aus SWS mit Ulrike Laux, BuVo-Mitglied
Die Regionalleitung begrüßt die Teilnehmer...
Warum sind wir heute in Leipzig?
auf zur Demo!

Tag der Gebäudereiniger 2014